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Kann ein Deutscher, der kein Italienisch spricht, an einem Notariatsakt in Italien teilnehmen?

Autor: Dr.-Ing. Giuseppe Pepe 01.02.2014

Gemäß dem Notargesetz müssen notarielle Urkunden, die in Italien abgefasst werden (z.B. für den Kauf einer Immobilie in Italien),  in italienischer Sprache geschrieben sein (Art. 54).

Dies bedeutet aber nicht, dass  Ausländer, die kein Italienisch sprechen, keine Verträge - in Form einer notariellen Urkunde - in Italien abschließen können.

Das Notargesetz sieht vor, dass, wenn beide Parteien kein Italienisch sprechen, die notarielle Urkunde auch in einer anderen Sprache abgefasst werden kann (die alle am Vertrag beteiligten Personen verstehen), wenn und insofern diese von den Zeugen und dem Notar verstanden wird.

Wenn dagegen der Notar die Sprache nicht kennt, dann kann und muss der Immobilien-Vertrag in Anwesenheit eines Dolmetschers abgeschlossen werden, der den Anwesenden den vom Notar vorbereiteten Vertrag verliest und sicherstellt, dass diese den Inhalt und die rechtlichen Folgen desselben gut verstanden haben.

Eine öffentliche Urkunde, die auf Italienisch abgefasst ist, aber einen Vertrag zwischen Personen betrifft, die weder Italienisch noch eine andere, dem Notar geläufige Sprache sprechen, ist hinfällig, d.h. sie erzeugt keine der Rechtswirkungen, die die Parteien sich erwarten (zum Beispiel wird das Haus nicht erworben, der Darlehensvertrag wird nicht erfolgreich abgeschlossen und es erfolgt keine wirksame Einschreibung der Hypothek).

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